Filmabend „Zusammen“: Klimaschutz braucht demokratische Beteiligung

Am 20. Februar 2026 luden die Grünen Stephanskirchen zum Filmabend ins Hofcafé Beim Kerner ein – und der Abend war gut besucht. Gezeigt wurde der Dokumentarfilm „Zusammen” von Ronja und Niklas von Wurmb-Seibel, der die Geschichte des Erlanger Bürger:innenrats erzählt: Zufällig ausgeloste Bürger:innen debattierten gemeinsam mit Vertreter:innen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Unternehmen darüber, wie Klimaschutz vor Ort gelingen kann und welche Maßnahmen umgesetzt werden sollen. 

Der Film berührte und regte zum Nachdenken an – auch über Stephanskirchen. Der anwesende parteiübergreifende Bürgermeisterkandidat und amtierende Bürgermeister Karl Mair wies einerseits auf gute ökologische Initiativen der Gemeinde hin, wie die neuen PV-Anlagen auf gemeindlichen Gebäuden oder das gemeindliche Förderprogramm für Fassaden- und Dachbegrünung. Außerdem bemerkte er, dass Stephanskirchen ja bereits Erfahrungen mit Bürgerbeteiligung habe: Festzelt der Ideen zum Baugebiet Haidholzen Südost, Radverkehrskonzept, Dorfgespräche und Marktplatz der biologischen Artenvielfalt. Allerdings wurden in Stephanskirchen bisher keine Bürger:innen zur Teilnahme ausgelost.

Auf die Frage, bei welchen Themen die Anwesenden sich Beteiligung wünschen würden, wurden vor allem der ÖPNV und Orte für Begegnung und Kultur genannt. 

Janna Miller, Gemeinderatskandidatin der Grünen auf Listenplatz 1, betonte in der anschließenden Diskussion die Bedeutung echter Bürgerbeteiligung – gerade dann, wenn ein Gemeinderat wie der Stephanskirchner nicht besonders vielfältig aufgestellt ist. Ein Satz aus dem Film brachte es für sie auf den Punkt: „Bürgerbeteiligung kann Politikberatung sein.” Bürger:innen bringen Perspektiven ein, die in der kommunalen Politik sonst zu wenig Gehör finden.

Doris Reissinger, Gemeinderatskandidatin auf Listenplatz 3, schlug den Bogen zum Thema Jugendbeteiligung. Ihr ist besonders wichtig, dass Jugendliche in Stephanskirchen die Erfahrung machen, gehört und ernst genommen zu werden – und zu erleben, dass sie in ihrer Heimatgemeinde tatsächlich etwas bewegen können. Demokratie, so die Botschaft, muss man erfahren, nicht nur erklären.

Was den Klimaschutz angeht ist Stephanskirchen bereits gut aufgestellt: Die Gemeinde hat seit 2013 ein Klimaschutzkonzept. Doch ein gutes Konzept allein reicht nicht – entscheidend ist die konsequente Umsetzung. Die Grünen fordern daher in ihrem Wahlprogramm, dass der zugehörige Aktionsplan regelmäßig aktualisiert wird. Nur so bleibt Klimaschutz lebendig und wirksam.

Die Botschaft des Abends war klar: Die ökologische Wende ist herausfordernd, denn es gilt viele, ganz unterschiedliche Perspektiven und Aspekte zusammenzubringen, dabei dürfen jedoch die notwendigen Veränderungen nicht aus den Augen verloren werden. Und echte demokratische Bürger:innen-Beteiligung ermöglicht der Politik und Gemeindeverwaltung bei maximaler Transparenz mutige und bürgerschaftlich getragene Entscheidungen.

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